Schiebock, Mediaturm und Wurstbrühe

09.03.2008

Auf nach Bischofswerda oder Schiebock, leider schon außerhalb des VVO-Bereiches und deshalb ein teures Ausflugsziel. Am Bahnhof locken Wegweiser, Butterberg und Rüdenberg in erreichbarer Entfernung. Auch hier verlassene Läden an der gemütlichen Straße zum Markt. Da hat man auch das alte Rathaus ausgegraben, aber nicht wie in Dresden weggebaggert, sondern als Mittelpunkt des Marktplatzes belassen und mit Glasscheiben umgeben. Daneben steht der krasse futuristische Mediaturm und drei Schieböcke. Adam und Eva pflücken auf dem Paradiesbrunnen goldene Äpfel. Am Rathaus, von Thormeyer erbaut, sind zwei Liktorenbündel und zwei Thorarollen angebracht, an der Kirchentür sitzt ein Wassermann (nebst anderen Sternzeichen) - Christus als Wassermann? The aquarian gospel?

Bis zum Wald ist es weit, aber unterwegs gibt es allerlei Merkwürdiges zu sehen, zum Beispiel die alte Milchtrinkhalle. Am Stadtrand ist der Blick zum Valtenberg frei. Durch Gärten geht es bis zur Eiche und dann übers freie Feld. Jemand hat seine alten Wanderschuhe an einen Baum gehängt. Der Wald ist sehr licht, überall zwischen dem Altholz wachsen junge Bäume auf. Hier muss ich nochmal im Herbst entlang, wenn das ganze Heidekraut blüht.

Der Weg mit dem roten Punkt führt zum Rüdenberg hinauf, aber ich habe keine Lust mehr und folge dem breiten Waldweg bis zur Straße bei den Vogelhäusern, dann geht es wieder übers Feld nach Putzkau, wo im Landgasthof Wellfleisch und Wurstbrühe für geringes Geld auf der Speisekarte steht. Ich bin der einzige Gast. Das Essen ist sehr schön angerichtet und es gibt eine ganze Kompottschüssel voll Senf dazu und sehr leckeren Rettichsalat mit einem Rapunzelbüschel obendrauf. Zurück geht es zuerst entlang der Wesenitz, dann über den Belmsdorfer Berg. Im Wesenitz-Stübchen wird Kaffee getrunken, um den maßlos langweiligen Weg durch die Plattenbausiedlung zurück zum Bahnhof zu überstehen. Die Unterführung im Bahnhof ist übrigens mit tollen Wandmalereien geschmückt !